11. November 2010Im Geothermiekraftwerk Bruchsaal ist seit 1988 ein Bohrlochkopf aus Celle im Einsatz. Trotz der extremen Bedingungen erfüllt es noch heute genauso zuverlässig die Aufgaben wie kurz nach der Installation.
Das Bruchsaler Geothermieprojekt wurde im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts von Europäischer Union, dem Bund, dem Land Baden-Württemberg sowie der Energie- und Wasserversorgung Bruchsal GmbH ins Leben gerufen. Nach den Bohrungen am Standort wurde das Bohrloch 1988 mit einem Wellhead von Hartmann Valves abgedichtet.
Zunächst ruhte die Förderung von geothermalen Tiefenwasser. Mit der Förderung der Stromabgabe aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz bekam die Geothermie neue wirtschaftliche Erfolgsaussichten. Im Jahr 2002 wurde das Projekt reaktiviert und die Hydraulische Anlage in Betrieb gesetzt.
Nach erfolgreichen Zirkulationsversuchen und der Installation einer Kalina-Cycle-Anlage zur Stromgenerierung stellt es nun rund 550 kW elektrische und 4 MW thermische Leistung bereit. Das geothermische Kraftwerk in Bruchsal vermeidet im Vergleich zu konventionellen Stromerzeugungsmaßnahmen jährlich den Ausstoß von etwa 1.500 Tonnen Kohlendioxid.